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BerufsWegeBegleitung des Kreises Offenbach

BerufsWegeBegleitung des Kreises Offenbach

Der Kreis Offenbach entwickelt gegenwärtig – in enger Zusammenarbeit mit seinen Kommunen, den Arbeitsämtern, der IHK, dem DGB und anderen relevanten Arbeitsmarktakteuren – eine BerufsWegeBegleitung für Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderen Berufsstart- und Berufsentwicklungsschwierigkeiten. Dabei handelt es sich um eine regional in so genannten Stützpunkten organisierte neuartige Förder- und Beratungsstruktur. Das gesamte Projekt (bis Ende 2005) wird am Fachgebiet Berufspädagogik der TU Darmstadt wissenschaftlich begleitet (Prof. Dr. Angela Paul-Kohlhoff, Dr. Uta Zybell) sowie von der Sozialforschungsstelle Dortmund (Dr. Wilfried Kruse).

Die BerufsWegeBegleitung versteht sich als Weiterentwicklung bereits vorhandener Unterstützungsnetze für benachteiligte Jugendliche (Modell: Grundqualifikation, Ausbildungsforen, BeschäftigungPlus). Es zeichnet sich gegenüber den bisherigen Maßnahmen durch vier Merkmale aus:

- Offenheit für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Schwierigkeiten hinsichtlich der Integration in den Ausbildungsmarkt und das Erwerbsleben haben;

- Begleitung einer längeren Lebensphase der jungen Erwachsenen bis zum Alter von 27 Jahren, weil davon ausgegangen wird, dass es im Laufe der schwierigen Integration in den Arbeitsmarkt immer wieder zu unterschiedlichen Krisen im Lebenszusammenhang benachteiligter Personen kommt, die sich destabilisierend auf die berufliche Karriere auswirken;

- Aufbau eines Unterstützungsnetzwerkes mit den Akteuren im regionalen Zusammenhang (z. B. Arbeitsamt, Kammern, Betriebe, Kirchen, Vereine etc.), wobei dieses vermittelt über die regionalen Stützpunkte als ein aufsuchendes Netzwerk konzipiert ist, das in hohem Maße für die jungen Erwachsenen Verlässlichkeit bietet.

- Ausrichtung auf den ersten Arbeitsmarkt, um so genannte „Maßnahme-Karrieren“ zu vermeiden, wobei allerdings die oft wertvolle Unterstützung durch von Trägern durchgeführte Ausbildungs- und Orientierungsvorhaben für bestimmte Zielgruppen nicht unterschätzt werden, sondern systematisch mit einbezogen werden sollen.

Die BerufsWegeBegleitung, ist also als ein kreisweites Netzwerk konzipiert, das flexibel auf die unterschiedlichen Formen der Benachteiligung reagieren kann, und so jungen Menschen Unterstützungsangebote für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bieten kann.