Jamba

Modellprojekt Junge allein erziehende Mütter in der Berufsausbildung (JAMBA)

Modellprojekt JAMBA

Das hessenweite Modellprojekt JAMBA (Junge allein erziehende Mütter in der Berufsausbildung) wurde 1998 vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung initiiert und greift die benachteiligende Situation von jungen allein erziehenden Müttern auf dem Ausbildungsmarkt auf. Im Modellprojekt wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Zusammenhang von Berufsorientierung und Lebenslage der jungen Mütter gerecht werden. Wichtige Innovation dabei war das Angebot, eine betriebliche Berufsausbildung in zeitreduzierter Form durchzuführen. Die sogenannte Teilzeitausbildung entspricht einer zeitlichen Reduktion auf ca. 75% des regulären Umfangs einer Berufsausbildung (sechs statt acht Stunden täglich).

Da bisher wenig Erfahrungen mit jungen Müttern in der betrieblichen Ausbildung vorlagen und es sich bei den Teilzeitangeboten um noch unerforschte Organisationsformen beruflicher Bildung handelte, wurde das Modellprojekt vom November 1998 bis Januar 2003 unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Angela Paul-Kohlhoff wissenschaftlich begleitet.

Die Ergebnisses des Projektes zeigen deutlich, dass die organisatorische Verfasstheit des Berufsbildungssystems rückständig gegenüber individuellen Handlungsmustern ist. Mit dem Modellprojekt JAMBA sind neue Wege gegangen und geebnet worden, die wichtige Impulse für eine generelle Flexibilisierung des Berufsbildungssystems liefern.