Herkunft erzählen

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Herkunft erzählen: Autosoziobiographische Reflexionen über das Aufwachsen, Ankommen und Anderssein

Die Veranstaltungen finden im Rahmen des aus zQSL-Mitteln (LeNA) finanzierten Projekts „KLADI-Klassismus in der Digitalität begegnen“ und in Kooperation mit dem Referat für Soziales des AStA TU Darmstadt, mit dem Projekt Schreiben für bessere Chancen des SchreibCenters der TU Darmstadt und dem Studierendenwerk Darmstadt – Team für Interkulturelles statt.

Hier dokumentiert das Team des KLADI-Projekts die Ergebnisse einer Lehrveranstaltung zum Thema Herkunft erzählen, in dessen Rahmen sich Studierende mit autosoziobiografischen Texten und Fragen sozialer Ungleichheit auseinandersetzen.

Es handelt sich um zwei Formate, die aus dem Seminar „Herkunft erzählen: Autosoziobiographische Reflexionen über das Aufwachsen, Ankommen und Anderssein“ von Susanne Pawlewicz hervorgehen und thematisch miteinander verbunden sind: Eine Lesung mit Gespräch sowie eine daran anschließende digitale Ausstellung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Herkunft erzählt wird und erzählt werden kann.

Im Seminar werden sich Studierende mit autosoziobiografischen Texten auseinandersetzen, also mit Erzählungen und Berichten, in denen Klassenerfahrungen in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang sichtbar werden. Im Zentrum stehen Fragen nach sozialer Herkunft und den Bedingungen des Erzählens selbst: Wer erzählt? Aus welcher Position? Und mit welchen Folgen?

Die Lesung bildet den öffentlichen Auftakt dieses Prozesses. Sie eröffnet einen gemeinsamen Denk- und Gesprächsraum, der in der digitalen Ausstellung auf einer visuellen Ebene weitergeführt wird. Dort präsentieren Studierende eigene autosoziobiografische Arbeiten in Texten, Bildern und experimentellen Formaten, die im Laufe des Sommersemesters 2026 entstanden sind.

Die Ausstellung versteht sich als Sammlung und als Einladung: Zum Lesen, Eintauchen und zum Nachdenken darüber, wie Herkunft formt, behindert und ermöglicht und warum Herkunft nur als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse erzählt, verortet und kartiert werden kann.

In der Lehrveranstaltung „Herkunft erzählen: Autosoziobiografische Reflexionen über das Aufwachsen, Ankommen und Anderssein" werden die Studierenden sich nach einer grundlegenden Beschäftigung mit sozialer Ungleichheit und Klassenstrukturen mit dem Genre der Autosoziobiografie befassen und autosoziobiografische Texte lesen. Daran anknüpfend werden sie selbst autosoziobiografisches Material erstellen: Dieses soll im Anschluss an das Seminar online gestellt und daraus eine digitale Ausstellung entstehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir Daniela Dröscher für eine Lesung mit einem anschließenden Gespräch gewinnen konnten. Die Veranstaltung findet am Montag, den 29.06.2026 um 18:15 Uhr auf 221qm statt und stellt ebenfalls die Bedeutung der Herkunft ins Zentrum: Wir werden über Herkunft, Klasse, Bildung(schancen) und das Schreiben ins Gespräch kommen und die spezifische Bedeutung sozialer Herkunft in der Universität diskutieren. Diese Veranstaltung versteht sich zudem als Auftakt und inhaltliche Einführung in unsere digitale Ausstellung „Herkunft erzählen“. Alle sind herzlich willkommen: Studierende, Mitarbeitende & Externe.

Die digitale Ausstellung „Herkunft erzählen“ versammelt autosoziobiografische Arbeiten von Studierenden, die im Rahmen des Seminars „Herkunft erzählen: Autosoziobiografische Reflexionen über das Aufwachsen, Ankommen und Anderssein“ gemeinsam literarische und theoretische Texte zu Herkunft, Bildung und sozialer Ungleichheit gelesen und diskutiert haben. Ausgehend von diesen Auseinandersetzungen entwickeln die Studierenden eigene Formen des Erzählens: Texte, Bilder und weitere Formate, in denen sie Fragen von Herkunft, sozialer Positionierung und klassenspezifischer Erfahrung reflektieren. Die Ausstellung versteht sich als experimenteller Raum, in dem sichtbar wird, wie eng das Erzählen der ‚eigenen‘ Herkunft, des vermeintlich individuellen Erlebens mit gesellschaftlichen Strukturen und Ungleichheitsverhältnissen verwoben ist.

Hier geht es zur Ausstellung: Link folgt Ende Juni 2026